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Lippische Eisenindustrie

Auf dem Weg zum emissionsfreien Metallbetrieb

Lippische Eisenindustrie

Energie ist für einen Metallbetrieb ein entscheidender Kostenfaktor. Für die Lippische Eisenindustrie in Detmold haben wir Konzept und Strategie für einen weitgehend emissionsfreien Metallbetrieb erarbeitet, der Gas durch erneuerbaren Strom aus der Nachbarschaft ersetzt.

Metallbearbeitung braucht viel Energie, deshalb setzt die Strategie bei der Prozesswärme an.
Metallbearbeitung braucht viel Energie, deshalb setzt die Strategie bei der Prozesswärme an.

Muttern aus Lippe, Wärme aus Strom

Die Lippische Eisenindustrie in Detmold-Remmighausen ist ein Familienunternehmen in vierter Generation. Sie stellt Muttern und Warmumformteile her, unter anderem für Windkraft, Gleisbau, Stahlbau und Automobilindustrie. Warmumformung braucht Prozesswärme, also Hitze für die Produktion, und die kam bisher vor allem aus Gas. Das Unternehmen will die Wärme künftig mit einem Elektroofen erzeugen und den Strom dafür zu einem großen Teil aus erneuerbaren Anlagen in der Nachbarschaft beziehen. Auftraggeber ist die Lippische Eisenindustrie. Wir haben Konzept und Strategie erarbeitet und den Dialog mit der Nachbarschaft mit vorbereitet. Investition und Vorhaben liegen beim Unternehmen.

Ergebnis und Stand

  • Das Konzept für einen weitgehend emissionsfreien Metallbetrieb liegt vor: elektrische Prozesswärme, Strom aus der Nachbarschaft, Speicher und Netzanschluss.
  • 28.01.2026: Der Ausschuss für Stadtentwicklung beschließt, das Planverfahren für die Solaranlage des Unternehmens einzuleiten.
  • 04.02.2026: Energiedialog Hornoldendorf/Remmighausen für die Nachbarschaft.
  • Frühjahr 2026: Die Stadt beteiligt Öffentlichkeit und Behörden frühzeitig an der Planung.

Noch offen: Das Planverfahren läuft. Wie stark Kosten und Emissionen sinken, zeigt sich erst im Betrieb.

Die Aufgabe: Kosten senken, Emissionen senken, Standort sichern

Das Ziel unserer Strategie ist klar umrissen:

  • nennenswert niedrigere Energiekosten
  • sinkende Emissionen
  • höhere Wettbewerbsfähigkeit
  • ein gesicherter Standort mit seinen Arbeitsplätzen in Detmold

Erst messen, dann planen

Am Anfang stand der tatsächliche Verbrauch. Wir haben die Lastgänge des Werks ausgewertet, also den Stromverbrauch im Viertelstundentakt, statt mit Standardprofilen zu rechnen. Darauf aufbauend haben wir durchgespielt, wie der Elektroofen den Strombedarf verändert und welche Erzeugung in der Umgebung dazu passt. Außerdem haben wir untersucht, wie Batteriespeicher Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenbringen. Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung gibt dem Unternehmen eine belastbare Planungsgrundlage.

Strom aus der Nachbarschaft, direkt ins Werk

Der Kern der Strategie: Sonnenstrom, perspektivisch ergänzt um Wind, fließt über eine eigene Leitung direkt ins Werk. Das senkt den Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Den restlichen Bedarf deckt weiter das Netz, und Überschüsse werden eingespeist. Wie Direktstrom grundsätzlich funktioniert, zeigt unsere Seite Industriestrom per Direktleitung.

Die Nachbarschaft am Tisch

Im Ausschuss für Stadtentwicklung am 28. Januar 2026 erläuterte Robert Wünsch von ansvar2030 für das Unternehmen, warum es sich für die gewählte Anlagenform entschieden hat. Eine Woche später folgte der Energiedialog im Remikenhus, den wir gemeinsam mit der Stadt Detmold organisiert haben. Er bestand aus einem kurzen Vortrag, vier Infoständen und viel Raum für Fragen aus der Nachbarschaft. Die Geschäftsführung der Lippischen Eisenindustrie stellte selbst vor, wie der Elektroofen die Produktion verändert.

Das Projekt zeigt, was die Detmolder Klimastrategie für die Wirtschaft bedeuten kann. Mehr dazu in der Referenz Stadt Detmold.

Quellen und mehr dazu

Kategorie

Entreprise

Champs d'action

Konzeption • Strategie • Elektrifizierung Prozesswärme • Direktstrom • Energiekostensenkung • Standortsicherung

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