

Eine Bürgerenergiegenossenschaft braucht zwei Antworten: Wie viel Strom wird künftig gebraucht, und wo kann er erzeugt werden? Für die BELa haben wir beides berechnet und die Ergebnisse der Lagenser Kommunalpolitik vorgestellt.

Lage will bis 2035 klimaneutral werden. Die Bürger-Energiegenossenschaft Lage (BELa eG) will dazu Wind- und Solarprojekte vor Ort umsetzen. Sie wollte wissen, wie Lage sein Klimaziel insgesamt erreichen kann, nicht nur mit Windenergie. Auftraggeberin ist die BELa, nicht die Stadt. Wir haben die Studie erarbeitet und im Ausschuss vorgestellt.
Noch offen: Der Ausschuss hat die Studie zur Kenntnis genommen, beschlossen wurde dazu nichts. Über Investitionen entscheidet die BELa.
Lage gibt pro Jahr rund 66 Millionen Euro für Energie von außerhalb aus, darunter 17 Millionen für Gas und 20 Millionen für Strom. Rund 82.000 Megawattstunden Strom werden verbraucht, 23.000 davon in Lage erzeugt. Langfristig steigt der Stromverbrauch etwa auf das 2,8-Fache. Der gesamte Energieverbrauch sinkt dagegen um rund 46 Prozent, weil Wärmepumpen und Elektroautos effizienter sind.
„Deckung“ heißt hier: der Anteil des Verbrauchs, der zeitgleich aus Anlagen in Lage kommt. Strom, der zur falschen Zeit entsteht, zählt nicht mit.
Die Kombination erreicht fast so viel wie „nur Wind“, braucht aber vier statt sieben neue Windanlagen und weniger als die Hälfte der Solarfläche.
„Der wahre Vorteil entsteht durch die Kombination. Wenn die Sonne nicht scheint, liefern die Windanlagen Strom.“ Leon Trippel, ansvar2030, Lippische Landes-Zeitung, 11.10.2026
Die 34 Millionen Euro Umsatz sind keine Einnahmen der Stadtkasse. Wie viel davon in Lage bleibt, hängt davon ab, wer sich beteiligt. BELa-Vorstand Andreas Schmuck sagte dazu: „Und wir als BeLa entscheiden dann, wo wir investieren.“ (Lippische Landes-Zeitung, 11.10.2026)

Es ist eine umfangreiche Analyse, die für die Politik eine Entscheidungshilfe bieten soll.
Lippische Landes-Zeitung, 11.10.2026, über die Studie von ansvar2030
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